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Hammerwerke in Röhrenhof

Der vordere Hammer

1433 Gründung durch Cunz Berkmeister aus Nürnberg. 1533 Hans Peck. 1575-1586 Thomas Peck. 1578 Christoph Tröger. 1584 Heinz Fichner. 1641 Matthäus Wolf. 1649 Ulrich Wolf. 1657 Stephan Wolf. Erhard Peck. 1680 Wolfgang Wolf. Konrad Krumpholz. Adam Rudolph aus Falkenstein. Johann Paul von Brand, Berghauptmann und Oberamtmann Johann von Kempfer.

1695 Neuherstellung des Werkes und Bau eines neuen Hochofens durch von Johann von Kempfer. 1715 erwarb Friedrich Waldhütter ein Drittel am Hammer. 1724 Friedrich Wolf. 1737 Johann Wolfgang Wolf, Müller auf der Fornenmühle und Hammermeister in Röhrenhof. 20.01.1739 weiterer zwei Drittel Anteil an Friedrich Waldhütter. 1744 Konrad Bauer, Goldmühl (1/2 Anteil). 1757 Johann Erhard Krumpholz, angehender Hammermeister. 1759 Johann Georg Stechendörfer. Um 1762 Beständner Christian Andreas Krauß. 1766-1788 Johann Erhard Krumpholz (†1815). Georg Albrecht Krumpholz. Stabhammer mit Hochofen und Frischfeuer.

Michael Götz schreibt in seinem Artikel "Geschichtliches über Röhrenhof", dass der Sohn Johann Albrecht Krumpholz heißt und 1799 das noch heute stehende Wohnhaus (Hausnummer 5) erbaut hat.

Der Hammer wird 1853 im Reisebericht von Dr. Christian Martin Winterling erwähnt. Als Besitzerin wird die Hammerbesitzerswitwe Preiß genannt.

Ende der 1860er Jahre wird der Hammer in eine Glasschleife umgebaut.

1934 erwarb der Kaufmann Werner Heinrich aus Berneck die Gebäude und baute sie zu einem Mineralmahlwerk um. 1938 wird Berthold Heinrich als Besitzer erwähnt.

[Jürgen Pausch, Quellen: 1]



Der mittlere Hammer/Hammerwerk im Juliusthal (Friedrichsruh)

Der zwischen Vorder- und Hinterröhrenhof gelegene Hammer war ursprünglich ein Drahthammer und ist vermutlich Anfang/Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut worden.

Es ist vermutlich der mittlere Hammer, der in unmittelbarer Nähe des Bergwerkes "Goldener Hirsch" liegt und in der Befahrung 1735 als "... dazu erbautem compendiosen Pochwerk ..." (=kleines Pochwerk) erwähnt wird. In der Bergwerks-Befahrung im Jahre 1740 wird der Zustand des Pochwerkes als "... ziemlich wandelbar ..." (=baufällig) bezeichnet.[2]

J. Adam Höpfel verkaufte das Hammerwerk 1763 an Friedrich Schilling, deshalb wurde es auch Friedrichsruh genannt.

Nachdem der Hammer einige Zeit ungenutzt war, erwarb 1820 der Säge-, Pfannen- und Kesselschmied Georg Geyer (*29.12.1790) aus Goldkronach das Anwesen. Er ließ das bisherige Wohnhaus (Hausnummer 3, am Weißen Main gelegen) abreißen und baute es neu - direkt an der Landstraße Berneck-Bischofsgrün gelegen.

Der Hammer wird 1853 im Reisebericht von Dr. Christian Martin Winterling erwähnt.

1854 verstarb Georg Geyer und sein Sohn Johann Georg Leonhard Geyer (*1819) übernahm den Hammer. Er verstarb 1872. Seine Frau Rosalia (geb. Pinzing) und sein minderjähriger Sohn (vertreten durch den Glasschleifbesitzer Johann Adam Geyer aus Hinterröhrenhof) waren die Erben.

1878 wird der Hammer an den Waffenschmied Adam Gottsmann aus Tröstau versteigert.[3]

1882 kauft der aus Chemnitz stammende Kaufmann Ernst Edlich das Hammerwerk (Hausnummer 9), sowie das dazugehörige Wohnhaus (Hausnummer 3). Es entsteht die Pappenfabrik Edlich.

[Fritz Edlich-Wolfshöfer, Quellen: 1, 2 und 4]



Der hintere Hammer/neue Hammer

1734 baute Friedrich Waldhütter ein neues Hammerwerk in Hinterröhrenhof auf. Nach dessen Tod im Jahre 1752 teilten sich sein Sohn, Johann Adam Waldhütter und sein Schwiegersohn, Johann Erhard Krumpholz den Besitz. Johann Erhard Krumpholz überließ 1762 Johann Adam Waldhütter seinen Anteil. Im Jahre 1765 brannte das Hammerwerk total nieder. Johann Adam Waldhütter verarmte und wurde am 9.3.1805 zu Meierhof im Schnee tot aufgefunden.

1765 erwarb Elias Dreyer die Überreste und verkaufte sie 1766 an Albrecht Goller, Marschkommissär von Burkersdorf. Dieser baute das Hammerwerk wieder auf. Als Goller 1770 starb, verkaufte seine Witwe unter dem Druck der Gläubiger die Gebäude an den Bayreuther Kaufmann Johann Gottlieb Haas. Michael Haas verkaufte 1804 die Gebäude an Johann Wilhelm Glaß.

Der Hammer wird 1853 im Reisebericht von Dr. Christian Martin Winterling erwähnt. Dort wird als Besitzer Martin Glas genannt.

1854 wurde das Hammerwerk von Martin Glaß in eine Glasschleife und Polierwerk umgebaut. 1883 kaufte J. Bach das Werk und machte eine Spiegelglasfabrik daraus.

1937 erwirbt der Kaufmann Hermann Reitz Teile des hinteren Hammers und baut eine Fabrik für elektrotechnisches Installationsmaterial auf.

[Jürgen Pausch, Quellen: 1]


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